Zwischenbericht September 2009

Zwischenbericht zu dem Hilfsprojekt „žBauern helfen Bauern“ (Arbore/Äthiopien)
gefördert von Lookout-Games seit Dezember 2008

Alle unsere Ideen wären eigentlich besser bezeichnet als „žFreundschaftshilfe.“ Unser Ziel ist eine unbürokratische Unterstützung von Initiativen und Ideen unserer Freunde in Arbore, keine Entwicklungszusammenarbeit im klassischen Sinn. Wir sind keine Hilfsorganisation mit Stab, Struktur und Büro, sondern verstehen uns schlicht als Freunde der Arbore. „žBauern helfen Bauern“ ist also kein billiger Slogan, sondern steht dafür, dass Ungerechtigkeiten, die immer mehr im globalen Kontext entstehen, auch unter schwierigen politischen, klimatischen und ökonomischen Bedingungen oft schon mit einfachen Mitteln, mit gutem Willen und viel Großzügigkeit tatsächlich ein wenig abgeholfen werden kann.
Wir danken allen Bauern, Spielern und Weltbürgern von ganzem Herzen.

[Hinweis: ETB steht für „žEthiopian Birr“. Heute ist 1 € etwa 19 ETB wert, der Wechselkurs hat jedoch im Projektverlauf stark geschwankt.]

Erste Phase: Finanzierung von Projekten zur aktuellen Notlage und Beginn des Aufbaus nachhaltiger Projekte

1) Pastoralistenschule/Erwachsenenbildung für 47 (60) Schüler:

Materialkosten: 100 € = 1,420 ETB
Kosten für Lehrer: 105 €

Die Idee (November 2008):
Die private Initiative für eine Schule für Hirten wurde Ende 2008 von Arbore-Schülern ins Leben gerufen, nachdem ein sehr erfolgreiches und gut angenommenes Pilotprojekt für eine solche Schule durch FARM Africa, eine britisch-äthiopischen Hilfsorganisation, beendet wurde. Erwachsenen war in diesem Projekt ermöglich worden, unter Aufrechterhaltung ihrer Arbeit auf Feldern und mit den Tieren nachts die Grundschule zu besuchen. Dabei wurden Fehlzeiten akzeptiert, die es immer gibt, wenn Tiere auf entlegene Weiden geführt werden müssen oder Felder saisonbedingt umgehend bestellt oder geerntet werden müssen. In anderen lokalen Schulkonzepten führten solche Fehlzeiten oft zum Ausschluss der Schüler. Dieses Projekt war somit das erste Schulmodell, dass in Arbore für die Erwachsenenbildung erfolgreich durchgeführt wurde. Nach zwei Jahren Laufzeit wurde das Projekt beendet, mit der Aufforderung an die Schüler, ihre Schulbildung in den normalen Tagesschulen fortzusetzen. Natürlich war dies unmöglich und unvereinbar mit einer pastoralen Lebensweise.
Engagierte Schüler und der Lehrer reagierten mit einer Eigeninitiative. Die Schüler steuerten kleine Geldsummen für die Beleuchtung und Lehrmaterial bei, der Lehrer arbeitet ehrenamtlich und so konnte weiter gelernt werden. Nach einer in 2008 nicht abbrechenden Serie von Fehlernten durch wiederholte unregelmäßige Überschwemmungen, der resultierenden Nahrungsmittelknappheit und immens gesteigerten Nahrungsmittelpreisen war es immer weniger Schülern möglich, aus eigener Tasche Geld beizusteuern, und auch der privaten Initiative drohte das Ende.

Das Ergebnis (September 2009):
Hier konnte „žBauern für Bauern“ sofort einspringen. Mit einer kleinen Geldsumme wurde Lehrmaterial, Schreibwaren und Beleuchtung (Petroleumlampen) finanziert. Damit konnte das Schulprogramm von Dezember 2008 bis März 2009 fortgeführt werden. Die Zahl der Schüler stieg auf 60. Auch der Lehrer arbeitete neben seiner täglichen Arbeit mit seinen Tieren und auf den Feldern, und unterrichtete fünf Nächte in der Woche unentgeltlich. Die Bedeutung seiner Rolle als ein Lehrer, der die integrierte Schulbildung verstehen und umsetzen konnte, kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Da der Erfolg der Initiative nicht zuletzt seinem Engagement zu verdanken ist, wurde entschieden, dass er eine monatliche Entschädigung von 35 € erhalten sollte. Der Unterricht war erfolgreich und die Schüler machten große Fortschritte in Alphabetisierung, Schreiben und Mathematik.
Mitte März wurde die Pastoralistenschule wegen der ersten Ernte seit 2007 unterbrochen.
Obwohl das Konzept sehr erfolgreich war, trat ein Nachteil hervor: in der Privatinitiative konnten die Schüler keine staatlich anerkannten Prüfungen und Abschlüsse erhalten. Darum entschieden sie, sich mit dem Konzept an die lokale Verwaltung zu wenden und um eine offizielle Fortführung der Nachtschule zu bitten. Nach wiederholten Anfragen schien es im April 2009 so, als hätten die Anfragen Erfolg, und eine offizielle Fortführung der Nachtschule war für Juli 2009 in Aussicht. Leider ist bis September 2009 nichts geschehen, und die Schüler versuchen weiterhin mit wiederholten offiziellen Anschreiben eine positive Reaktion seitens der Lokalverwaltung zu erwirken.
Die Arbore haben die Erfahrung gemacht, dass es Lehrern aus anderen Regionen Äthiopiens oft an Engagement und Verständnis für ihre Lebensweise mangelt. Infolge dessen hat der Unterricht selber oft schlechte Qualität. Auch liegen Ressourcen, wie z.B. der Generator, der aus staatlichen Mitteln für Nachtunterricht gedacht war, seit Monaten ungebraucht in einem Lager in Arbore.
Ein Grund, der von auswärtigen Lehrern für das Scheitern diverser Schulinitiativen oft genannt wurde, war der angebliche Mangel an interessierten Schülern. Dieses Projekt hat nun aufgezeigt, dass es genügend erwachsene Arbore gibt, die ein an ihre Wirtschaftsweise angepasstes Schulkonzept wertschätzen und nutzen. Wir hoffen, dass die Bemühungen der Arbore, um eine ihrer Lebensweise entsprechenden und qualitativ gute Schulbildung durch den Staat erfolgreich sind. Wir werden den Fortgang der Verhandlungen weiter verfolgen.

2) Wasserpumpe auf Gemeinschaftsparzelle

Wasserpumpe: 18,200 ETB
Zubehör: 750 ETB
Transport Wasserpumpe
von Addis Abeba-Arbore: 1,500 ETB
Diesel 8×200 Liter: 1,600 ETB
Reisekosten für den
lokalen Gewährsmann: 550 ETB

Gesamtkosten: 22,600 ETB = 1,592 € (Wechselkurs vom 1.12.2008)

Die Idee (Januar 2009):
Mit der Wasserpumpe kann eine Gemeinschaftsparzelle auf höher gelegenem Gebiet bewirtschaftet werden. Insgesamt 72 Personen werden auf der Parzelle arbeiten. Das Gebiet ist besser vor Überschwemmungen geschützt, muss aber in Trockenzeiten bewässert werden. Die Dieselladung ist als Einmalzahlung gedacht, um die insgesamt zwei Pumpen in der aktuellen Notlage betreiben zu können. Der Partner aus Arbore übernimmt die Organisation und den Transport.

Das Ergebnis (September 2009):
Die Wasserpumpe ist sicher von Addis Abeba nach Arbore transportiert worden. Sie soll so bald nötig in Betrieb genommen werden. Leider gibt es seit August 2009 eine extreme Dürre, in der nur noch aus tiefen, handgegrabenen Wasserlöchern Wasservorräte geschöpft werden können. Die Flussbetten liegen in der gesamten Region bis hin nach Nordkenia trocken, und in diesem Jahr kämpfen die Arbore vornehmlich um das Überleben ihrer Tiere.
Trotzdem sind die Berichte über die Parzelle positiv. In diesem Jahr wurde die Parzelle von Bewohnern zweier Arbore-Dörfer bestellt. Die meisten davon sind nach wie vor Frauen, aber besonders für die schwere körperliche Arbeit springen immer wieder Männer ein. Über die lebenswichtige Hirse, hinaus wurden im April aus dem von „žBauern helfen Bauern“ geförderten Saatgut (siehe Fotos unten) zahlreiche Gemüsesorten angebaut, die Mitte des Jahres geerntet werden konnten. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika, Tomaten und Kräuter, aber auch Bananen. Die Frauen haben die verschiedenen Gemüse gut angenommen, und können so die Vitaminversorgung ihrer Familien verbessern. Gemeinsam mit der Organisation „žFARM Africa“ hat der Initiator der Gemüsekooperative sich sehr für die Aufklärung über die Vitaminversorgung eingesetzt.
Die Gemüseernte kann inzwischen sogar auf lokalen Märkten verkauft werden. Teile des Erlöses fließen in die laufenden Kosten des Projekts, wie Diesel, Öl und Gerätschaften. Dieses Projekt, das im Jahr 2003 mit einer ersten Förderung aus dem „žSüd-Omo Fond“ auf Grundlage von Konzeptionen von E.C. Gabbert und Felix Girke begonnen hatte, kann nach vielen Rückschlagen durch klimatische Unregelmäßigkeiten nun insgesamt positiv bewertet werden. Wegen des sichtbaren Erfolges wollen immer mehr Personen auf der Parzelle mitarbeiten. Wir hoffen darauf, dass eine solche Ausweitung durch die zweite, von „žBauern helfen Bauern“ finanzierte Pumpe bald möglich sein wird, und hoffen mit den Arbore auf ein Ende der Dürren und weitere gute Nachrichten von dieser herausfordernden, aber Hoffnung gebenden Parzelle.

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Frauen auf der Parzelle mit Grabstöcken, Bananenernte (kaum zu sehen: Sprösslinge von Zwiebeln und Paprika), April 2009.

3) Notfall-Plan für verlorenes Saatgut

Kosten: 550,- € = 7,810 ETB

Die Idee (Januar 2009):
Zum ersten Mal in der Geschichte Arbores ist das traditionelle Hirse-Saatgut ausgegangen. Vier große Überschwemmungen in Folge in den Jahren 2007 und 2008 machten Ernten und Reifung sowohl von Nahrung als auch von Saatgut unmöglich. Im Januar 2009 ist vielen Arbore die Aussaat zum ersten Mal nicht möglich. Vorhandenes Saatgut (Mais) aus einer Hilfslieferung von der Nichtregierungsorganisation FARM Africa kann nicht bis zu den regulären Überschwemmungen im April reifen. Es gibt jedoch eine Hirseart mit kurzer Wachstumsdauer, die umgehend auf lokalen Märkten in der benachbarten Konso-Region eingekauft werden soll. Da die Arbore bereits den Hunger mit überteuerten Maiskäufen bekämpfen, soll eine Teilunterstützung mit Saatgut erfolgen.
Der Gewährsmann aus Arbore übernimmt Einkauf und Transport für Saatgut in der aktuellen Notlage. Da eine komplette Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Saatgut nicht möglich ist, sollen von dem Saatgut das bewässerte Gemeinschaftsfeld und Parzellen besonders benachteiligter Personen (Witwen, alte Menschen, Familien ohne Vieh) besät werden.

Das Ergebnis (Mai/Juni 2009):
Von dem Geld konnten 16 Säcke mit Saatgut in Dassanech, bei einer Nachbargruppe der Arbore, gekauft werden. Der besondere Vorteil beim Kauf dieses Saatgutes ist es, dass es (anders als internationale Hilfslieferungen) lokalen klimatischen Verhältnissen optimal angepasst ist. Das Saatgut wurde an besonders bedürftige Familien, an Witwen, junge Familien und Familien mit vielen Kindern verteilt. Insgesamt 321 solche Familien erhielten Saatgut im Volumen einer Blechdose (ca. 4l). Das schnelle Einspringen von „žBauern helfen Bauern“ und das Engagement der lokalen Gewährsleute in Arbore machte es möglich, dass das Saatgut innerhalb kürzester Zeit eingekauft und noch rechtzeitig Anfang Februar 2009 ausgesät werden konnte. Die Familien haben im April 2009 die Ernte begonnen.

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Hirsesprösslinge im Februar/März 2009.

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Hirse kurz vor der Ernte Mai/Juni 2009.

4) Ausbildungsendförderung Arkulo Habsa Gino für 6 Monate

Kosten: 175 € = 2,485 ETB

Die Idee (Januar 2009):
Durch erhöhte Studiengebühren wegen der Umstrukturierung der Schule zu einer „žEliteschule“ war der Abschluss (10. Klasse) von Arkulo Habsa aus Arbore gefährdet. Mit der Ausbildungsendförderung kann sein Abschluss gesichert werden.

Das Ergebnis (Juli 2009):
Arkulo hat im Juli 2009 seinen Abschluss mit Auszeichnung erreicht. Damit ist es ihm nun möglich auf weiterführende Schulen und danach sogar auf die Universität zu gehen. Er dankt allen Spendern ganz herzlich.

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Arkulo am Tag seines Schulabschlusses, Juli 2009.

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Arkulos Abschlusszeugnis mit Auszeichnung („ždistinction“), Juli 2009.

5) Ausbildungsförderung zum lokalen Veterinär

Vorbereitungsphase:
Zur nachhaltigen und angepassten Versorgung der Tiere (Rinder, Ziegen/Schafe) sollen in Arbore einige lokale Veterinäre ausgebildet werden. Lokales und traditionelles Wissen soll dabei einbezogen werden. Besonders seit kommerzielle „žfliegende Medikamenthändler“ auf Kurzbesuchen mit unverantwortlichen Methoden starke Medikamente verkaufen, ohne die Bevölkerung über richtige Anwendung und Nebenwirkungen zu informieren, gibt es immer mehr Fehlanwendungen vor allem von Antibiotika. Kleinkinder trinken so von klein auf mit Antibiotika versetze Kuh- und Ziegenmilch. Es ist insgesamt eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Tiere und eine weitere Verbreitung von Epidemien zu beobachten. Die Langzeitfolgen für Menschen sind nicht absehbar.
Es gibt zwei Arbore, die sich für eine Ausbildung zum Veterinär. Beide wurden darum gebeten, Vorschläge für mögliche Schulen zu machen, an denen sie lernen möchten. Da es viele unzureichende Ausbildungsstätten gibt, die rein kommerziell ausgerichtet sind, soll das geeignete Ausbildungsinstitut sorgsam ausgewählt werden. Mit ihnen gemeinsam soll dann ein Budget erstellt werden.
Gleichzeitig laufen auf internationaler Ebene Anfragen nach holistisch arbeitenden Veterinären. Vergleichbare Projekte z.B. in Uganda arbeiten eng mit lokalen Wissensträgern, um gezielt auf die lokalen Verhältnisse abgestimmte Therapien zu entwickeln.

6) Sonderprojekt: Ein Rollstuhl für Badje Neeko, gemeinsam finanziert mit dem „žHilfsfond für Süd-Omo“

Kosten für den Rollstuhl: 167,- €
Transportkosten, Zubehör: 65,- €

Gesamtkosten: 232,- €. (davon 100,- € von „žBauern helfen Bauern“, und 132 € aus dem „žHilfsfond für Süd-Omo“)

Die Idee (Juli 2009):
Wir haben uns kurzfristig entschlossen, eine vorher nicht eingeplante Idee zu verwirklichen.
Badje Neeko, zur Zeit etwa 9 Jahre alt, ist seit seinem dritten Lebensjahr gelähmt. Er kann mit Mühe aufrecht sitzen und sitzt seit seiner Behinderung, vermutlich durch Polio, also nunmehr seit 6 Jahren nackt im Haus seiner Eltern oder wird unter den Schattenbaum vor dem Haus getragen, wo er den Tag verbringt. Seine Eltern sind mit der Behinderung überlastet und nachdem die Arztbesuche zu Beginn seiner Erkrankung keinen Erfolg brachten, hat sich die Familie mit Badje als Sonderbelastung mehr schlecht als recht abgefunden. Eine würdige Existenz hat er nicht. Badje ist verwahrlost, verstaubt und seine Haare sind verfilzt. Seine Mutter kümmert sich besonders in Notzeiten oder bei intensiven Arbeitseinsatz auf den Feldern nur am Rande um ihn, manchmal findet sie keine Zeit, ihn von Fäkalien zu reinigen. Die Familie hat signalisiert, dass unter den gegebenen Umständen der letztendliche Tod des Kindes erwartet wird.
Frau Gabbert ist im Dezember 2007 zufällig auf Badje aufmerksam geworden. Bereits nach zwei Besuchen hat er sie erkannt und auf Fragen geantwortet. Er ist geistig sehr rege. Frau Gabbert hat Herrn Ginno Ballo gebeten, sich um den Jungen zu kümmern. Herr Ballo besucht ihn seitdem regelmäßig, schneidet ihm die Haare und wäscht ihn.

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Badje im Jahr 2008.

Es kann nicht erwartet werden, für Badje wird in Äthiopien eine bessere Pflege zu finden. Angesichts seines schlechten Zustandes ist es somit das Ziel, seine Situation innerhalb seiner Familie zu verbessern. Es soll versucht werden, den Eltern ein Teil der Pflege zu erleichtern, indem Badje durch Herrn Ballo oder andere Freiwillige wie bisher gepflegt wird. Durch respektvollen Umgang mit Badje und Gesprächen mit den Eltern soll signalisiert werden, dass Badje ein würdiger Umgang und eine bessere soziale Einbindung gut tun würden. Die Eltern sollen gestärkt werden, indem ihre schwierige Situation zwar nicht aufgefangen, aber doch anerkannt wird, so dass sie insgesamt mehr Verständnis und Unterstützung von der lokalen Gemeinschaft für eine gute Pflege ihres Sohnes erhalten.
Für Badje soll ein Rollstuhl gekauft werden. So kann er mobil sein und am sozialen Leben teilnehmen kann. Rollstühle sind in Arbore unbekannt, aber bei der erhofften Funktionalität des Rollstuhleinsatzes kann evtl. die Lebensqualität Badjes erhöht werden.
Ein Schulbesuch soll nach einiger Zeit der erhöhten Mobilität vorsichtig abgewägt werden. In Notzeiten soll der Familie ggf. ein kleiner Mehraufwandsbetrag wegen der Behinderung des Sohnes zukommen.
Weitere Prognosen und Therapie sind ohne ärztliche Diagnose schwierig bis unmöglich. Der Rollstuhl kann vor Ort vorerst nur improvisiert an die Bedürfnisse des Jungen (z.B. durch Sicherheitsgurte und Kissen) angepasst werden. Die Resozialisierung soll sehr behutsam vorgenommen werden, um eine Überlastung des Kindes zu vermeiden. Sollten weitere ärztliche Diagnosen notwendig sein, könnten die Kosten übernommen werden.

Das Ergebnis (Oktober 2009):
Badje hat im Juli 2009 den Rollstuhl überreicht bekommen. Er kann inzwischen seine Familienmitglieder besuchen und ist sehr glücklich darüber. Die Ausflüge überlasten ihn nicht und sogar ein Schulbesuch ist tatsächlich denkbar. Seine Familie hat sich sehr bei allen Beteiligten bedankt und kümmert sich gemeinsam mit Herrn Ballo deutlich besser um sein Wohlergehen. Es wird geschildert, dass das gesamt Dorf nun mit Erleichterung Anteil nimmt an Badjes Situation. Aussagen über Badjes gesundheitliche Situation sind nach wie vor aus der Ferne nicht möglich, sollen aber beim nächsten Besuch von Frau Gabbert in Arbore noch einmal evaluiert werden. Durch die neuen Fotos von Badje wird Frau Gabbert auch eine erste medizinische Einschätzung in Deutschland vornehmen lassen. Wir danken auch hier ganz besonders und hoffen, Badje und seine Familie weiterhin unterstützen zu können.

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Badje auf einer seiner ersten Fahrten im Dorf, Juli 2009.