Nusfjord

  • 1 — 5
  • ca. 20 min. p. Spieler
  • Ab 12 Jahren
  • Preis: 52,99€

  • Autor(en): Uwe Rosenberg

  • Grafik: Patrick Soeder

  • Erscheinungsjahr: 2017

  • Inhalt: 1 Akti­ons­plan, 3 Abla­ge­plä­ne, 1 Fest­ta­fel, 1 Nach­ah­mungs­plätt­chen, 150 Kar­ten, 18 Schiffs­plätt­chen, 30 Wald­strei­fen, 15 Start­spie­ler­plätt­chen, 1 Start­spie­ler­schiff, 100 Fische, 50 Holz, 41 Mün­zen, 9 Mul­ti­mar­ken, 5 Hafen­plä­ne, 5 Ältes­ten­rä­te, 5 Vor­rats­plä­ne, 15 Spiel­fi­gu­ren, 25 Anteuls­mar­ken, 1 Spiel­re­gel und 1 Anhang

  • ACHTUNG:
    Für Kin­der unter 36 Mona­ten nicht geeig­net. Erstickungsgefahr!

Nusfjord ist ein beschau­li­ches Fischer­dorf auf den Lofo­ten, einer Insel­ket­te im nörd­li­chen Nor­we­gen. Noch vor 50 Jah­ren herrsch­te hier reges Trei­ben, wenn der Dorsch zum Lai­chen kam. Heu­te zählt der Ort kei­ne 100 Ein­woh­ner mehr und prä­sen­tiert sich als Muse­ums­dorf. Wenn ihr euch vor Augen führt, dass ihr allein dafür, dass ihr euch die Häu­ser anse­hen dürft, Ein­tritt zahlt, könnt ihr euch vor­stel­len, wie male­risch schön es hier ist. Kreuz­fahrt­schif­fe fah­ren die Küs­ten der lang­ge­zo­ge­nen, heu­te größ­ten­teils ver­las­se­nen Insel­welt ent­lang. 

In der Zeit, in der die­ses Spiel spielt, war das noch anders. Segel­schif­fe domi­nier­ten den Fjord. Die Fel­sen um Nusfjord her­um, waren noch baum­be­wach­sen. Das Holz ging, die Schön­heit der Land­schaft blieb. Wir hof­fen, sie mit die­sem Spiel auf­fan­gen zu kön­nen.

Wel­len plät­schern an den Strand, Möwen strei­ten sich hoch in der Luft und eine stei­fe Bri­se weht über die zer­klüf­te­te Land­schaft. Die Reet­ge­deck­ten Häu­ser in ihren bun­ten Far­ben ducken sich ent­lang des Fjor­des am Ufer um vor Wind und Wet­ter bes­ser geschützt zu sein. Hier, am so genann­ten Nusfjord, mit­ten in der wun­der­schö­nen, aber erbar­mungs­lo­sen Natur Nor­we­gens habt ihr euer Fisch­fang-Unter­neh­men ange­sie­delt, denn die Fisch­grün­de sind reich­lich und ertrag­reich. Jedoch seid ihr nicht der ein­zi­ge mit die­sem Vor­ha­ben. Fisch­fang hat in die­ser Regi­on Tra­di­ti­on und somit ist die Kon­kur­renz groß. Doch wer an einem sol­chen Ort leben darf, der hat doch eigent­lich schon gewon­nen… oder nicht?

Nusfjord von Uwe Rosen­berg ver­setzt die Spie­ler in die wun­der­schö­ne Land­schaft der Lofo­ten. In die­sen nörd­li­chen Gefil­den gilt es das eige­ne Fisch­fang-Unter­neh­men zum Erfolg zu füh­ren. Dazu müs­sen die Flot­te ver­grö­ßert, der Wald gero­det, neue Gebäu­de gebaut und die ein­hei­mi­schen Ältes­ten zufrie­den gestellt wer­den. Doch die Kon­kur­renz schläft nicht! Wer schnel­les Geld braucht kann sei­ne Antei­le zum Ver­kauf anbie­ten, geht dabei jedoch die Gefahr ein, dass er dem Käu­fer an sei­nem Fang betei­li­gen muss.

Bereits bekannt aus Titeln wie z.B. Agri­co­la oder Ora et Labo­ra hat auch in Nusfjord der Worker-Pla­ce­ment Mecha­nis­mus eine zen­tra­le Rol­le inne. So hat jeder Spie­ler von Beginn an drei Arbei­ter, die er, reih­um abwech­selnd mit den ande­ren Spie­lern, auf dem zen­tra­len Spiel­brett ein­setzt um so bestimm­te Aktio­nen aus­zu­lö­sen. Ob ein Wald auf dem eige­nen Tableau gero­det, ein neu­er Kut­ter gekauft oder ein wei­te­res Gebäu­de gebaut wer­den soll, es muss zunächst ein Arbei­ter auf das ent­spre­chen­de Feld gesetzt wer­den. Dies ist natür­lich aber nur dann mög­lich, wenn auf besag­tem Akti­ons­feld auch noch Platz für die­sen Arbei­ter frei ist. Auf die­se Art ver­grö­ßern die Spie­ler ihre Fisch­fang-Flot­te, erbau­en sieg­punkt­träch­ti­ge Gebäu­de und wer­ben die Ältes­ten des Dor­fes an, um sich an die Spit­ze der ört­li­chen Fisch­fang-Indus­trie zu set­zen.

Zwei neue Beson­der­hei­ten sor­gen dabei für ein abwechs­lungs­rei­ches Spiel­ge­fühl. So ist das Geld wie immer rar gesät und eine der schnel­le­ren und ein­fa­che­ren Mög­lich­kei­ten an es zu kom­men ist Antei­le sei­ner eige­nen Fir­ma auf den Markt zu wer­fen. Die­ses risi­ko­rei­che Spiel kann sich für euch loh­nen, denn soll­te es euch gelin­gen die­se Antei­le wie­der­um sel­ber zurück­zu­kau­fen, habt ihr in der Regel an Geld gewon­nen und euch sind kei­ne Nach­tei­le dar­aus ent­stan­den. Soll­te jedoch ein Gegen­spie­ler die­se Antei­le erwer­ben gilt von nun an, dass ihr ihn an euren hart erar­bei­te­ten Fän­gen betei­li­gen müsst. Und wo wir gera­de von euren Fän­gen reden. Da ihr in einer tra­di­tio­nel­len Fisch­fang-Regi­on lebt, ist die Ver­tei­lung eben jener auch nicht ganz so ein­fach zu mana­gen. Denn auch wenn euch z.B. die Ältes­ten des Dor­fes mit per­sön­li­chen Akti­ons­fel­dern unter­stüt­zen kön­nen, so wol­len sie dafür im Gegen­zug eben auch an eurem Fisch betei­ligt wer­den. Somit kann es schon ein­mal pas­sie­ren (auch wenn ihr ver­su­chen soll­tet dies tun­lichst zu ver­mei­den), dass euer gesam­ter Fang bei der Kon­kur­renz und euren betei­lig­ten Ältes­ten hän­gen und euer Lager somit leer bleibt.

Uwe Rosen­berg prä­sen­tiert euch mit Nusfjord ein stra­te­gi­sches Spiel für einen bis fünf Spie­ler, das durch die Illus­tra­tio­nen von Patrick Söder gera­de­zu einem Urlaub gleich kommt; wäre da nicht der har­te Kon­kur­renz­kampf mit euren Mit­spie­lern! Aber wie schon gesagt, wer ein so schö­nes Spiel vor der Nase hat, der hat ja eigent­lich schon gewon­nen… oder eben doch nicht ;-)